2. Mannschaft enttäuscht gegen BSC Wuppertal II

 

Nach dem kampflos erworbenen Punkt an Brett 2 begann das Ungemach gegen 12:50 Uhr, als Thomas an Brett 8 sich seinem Gegner beugen musste. Weitere dunkle Wolken zogen auf, als Johann gegen 13:35 Uhr den Widerstand an Brett 7 aufgab und Wuppertal mit 1 : 2 in Führung ging. Kurz danach konnte Jochen an Brett 1 in gewohnt souveräner Manier seinem sehr starken Gegner ein Schwarzremis abtrotzen, aber als Martin an Brett 4 noch vor der Zeitkontrolle aufgab, stand es bereits 1,5 : 3,5 und an den verbliebenen drei Brettern (ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern, ein materiell ausgeglichenes Spiel und eine schwierige Verteidigungsstellung) war kaum erkennbar, wie noch zumindest 2,5 Brettpunkte erzielen sind.

Als dann Heinz an Brett 5 einige Zeit später sein Turmendspiel gewann, war zumindest ein erster Schritt getan. Es dauerte nun bis etwa 15.45 Uhr, als ich vor allem Dank meiner wütenden Dame tatsächlich noch ein Remis erreichen konnte und die Spannung stark anstieg, da Mark, der „Topscorer“ der Liga und darüber hinaus ein starker Blitzschachspieler, mittlerweile einen Mehrbauern besaß.

Nach dem Damentausch kam es dann zu einem vielversprechenden Turmendspiel mit 3 gegen 2 Bauern. In rasantem Tempo ging es jetzt Zug um Zug weiter, bis... auf einmal der Mehrbauer abhanden kam. Mark versuchte dann einige Züge lang noch immer das schier Unmögliche, willigte aber schließlich richtigerweise in der nun erreichten „100%-Remisstellung“ in das Unentschieden und damit in unsere Mannschaftsniederlage ein.

Nach dem ersten Wundenlecken erreichte uns dann ein Trost in der Form, dass auch der Meisterschaftsfavorit Kaarst verloren hatte und somit der Meisterschaftszug noch immer nicht abgefahren ist. Dazu müssen wir aber im letzten Saisonspiel in Kaarst gewinnen und gleichzeitig gegenüber Viersen 0,5 Brettpunkte gutmachen.

 

Wolfgang Rößler